Gestern Abend fand die von der Gemeinde organisierte Bürgerinformationsveranstaltung „Hydrologie & Hochwasserschutz“ statt.
Anwesend waren neben den Fachgutachtern und Teilen des Gemeinderates auch ein Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes, die Fa. Bindrum und natürlich die Vertreter der Bürgerinitiative „Stoppt den Logistikpark“. Auch das Planungsbüro USS Consult war mit einem Mitarbeiter vertreten. Leider glänzte die Initiative „Chancen gemeinsam nutzen“ mit Abwesenheit.
Für alle die nicht anwesend waren hier eine kurze Zusammenfassung:
Nach der ausführlichen Erklärung der Fachgutachten, in denen dargestellt wurde, dass die Terrassierung des Geländes in Verbindung mit dem Betriebsgelände der Fa. Beyer und der Verrohrung in diesem Bereich den Gemeindebereich Issigau vor dem „Absaufen“ schützt und der Erklärung das alle Berechnungen auf normale Niederschläge und nicht auf Starkregenereignisse jenseits von HQ10 ausgelegt sind übernahm die Firma USS Consult die Erklärung zum – seit 23 Jahren nicht hergestellten – Regenrückhaltebecken. Dieses Becken mit einer Größe von 2600 qm nimmt nur die Niederschläge aus den bisher vorhandenen Erschließungsanlagen in Lerchenbühl auf, dient aber ebenfalls nicht dem Hochwasserschutz da es aufgrund der gedrosselten Ablaufleistung von ca. 12l/sec. nach kurzer Zeit bei einem Starkregenereignis überspült wird. Unisono wurde dargelegt dass sich die Lage in Issigau und in den Ortsteilen Bug und Bruck nicht verschlechtern würden, sondern durch die von den zukünftigen Nutzer noch zusätzlich zu errichtenden Maßnahmen eher verbessern würde – wozu sind die dann überhaupt nötig???
Diese versammelten Aussagen muss ich für mich erst mal so stehen lassen – ich kann die Berechnung fachlich nur sehr begrenzt einschätzen – muss aber für mich behaupten das sehr viele KANNs / KÖNNTEs und „wurde in der Modellberechnung nicht berücksichtigt“ zurückbleiben.
Die Tatsache dass zumindest einer der Nutzer der 12. BImSchV (Störfallverordnung) unterliegt war vielen neu. Hier wird das Wasserwirtschaftsamt genauso wie bei der Prüfung der Wassereinleitung in die Vorlauter ein „Auge darauf haben“. Das Thema Löschwasserrückhaltung hatte anscheinen niemand auf dem Schirm.
In diesem Zusammenhang kam natürlich auch gleich die Frage nach der entsprechenden feuerwehrtechnischen Ausstattung auf. Fr. BGMin Rubner vertrat die Ansicht, das eventuell anfallende Kosten keinesfalls zu Lasten der Gemeinde gehen dürfen. Dem ist nichts hinzuzufügen.
Ich möchte mich bei ALLEN für die rege Teilnahme bedanken – denn nur wer sich INFORMIERT kann mitreden!
Kategorien: Logistikpark